Bayerischer Landesverband wählt Delegierte und Schiedsgericht und trotzt der Störung durch die Antifa

Der bayerische Landesverband musste knapp zwei Stunden vor seinem Landesparteitag am 19. November in Fürth die Lokalität wechseln. Der Wirt hatte, nachdem man sich seit Wochen handelseinig wegen der Vermietung des Veranstaltungsraumes war, am Tag der Veranstaltung den Vertrag gekündigt. Zwar hatte er sogar noch am Vortag zusätzlich seine Lautsprecheranlage an DIE FREIHEIT vermietet, aber sah sich dennoch nicht in der Lage, den Bewirtungsvertrag einzuhalten.

Denn die Antifa hatte augenscheinlich die besseren „Argumente“ als der Vertragspartner. Daher sagte der Wirt, der schon im März 2011 der FREIHEIT seine Räume zur Verfügung stellte, den auf der Anreise befindlichen Veranstaltungsteilnehmern ab. Die Suche nach einem neuen Veranstaltungsraum gestaltete sich zunächst allerdings als schwierig, da die Antifa den Mitgliedern der FREIHEIT in Gaststätte folgte, um dort die Anmietung eines Veranstaltungsortes zu verhindern. Durch den Druck, den die Antifa dabei aufbaute und die ihr zugesprochene Gewaltbereitschaft gelang ihr es somit anfänglich, die Wirte zu beeindrucken, oder wohl doch eher zu verängstigen.

Daher mussten nach erfolgreicher Raumanmietung die Mitglieder der bayerischen FREIHEIT gebeten werden, nicht nur ein anderes Lokal aufzusuchen. Sondern diese wurden auch aufgefordert, bei der Fahrt vom ursprünglichen zum tatsächlichen Versammlungsort darauf zu achten, nicht verfolgt zu werden. Die DDR-artige Observation und Einschüchterungsversuche hat die bayerische Freiheit sicherlich auch der Tatsache zu verdanken, dass diese sich klar und eindeutig gegen die Linksradikalen und die staatliche Unterstützung für diese ausgesprochen hat (siehe Video-Stellungnahme zu “Kafe Marat” ).

Doch ist es dem bayerischen Landesverband dennoch gelungen, den Parteitag – wenn auch mit erheblicher Verspätung – abzuhalten. Allerdings mussten umfangreiche Umplanungen vorgenommen und natürlich alle auf der Anreise befindlichen Mitglieder informiert werden. Doch der hektische und verspätete Beginn und die organisatorischen Unzulänglichkeiten konnten ausgeglichen werden. Daher wurden die beiden wichtigsten Tagesordnungspunkte, Wahl der Delegierten und des Schiedsgerichts erfolgreich abgeschlossen.

Zur Eröffnung des Parteitages erläuterte der Landesvorsitzende Christian Jung in seiner Eröffnungsrede die derzeitigen Projekte der bayerischen Freiheit. Dabei entwickelte er einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Partei und entwarf dazu ein Konzept. Dabei ging er insbesondere auf die Chancen ein, die DIE FREIHEIT hat. Jung betonte gerade angesichts der Ereignisse rund um diesen Parteitag die Wichtigkeit des Widerstandes gegen Extremismus. Diesen Widerstand sollte insbesondere die Antifa zu spüren bekommen. Dazu stellte er verschiedene Herangehensweisen und auch ein Projekt vor, dass DIE FREIHEIT Bayern der Öffentlichkeit vorstellen will, wenn die notwendigen Vorbereitungen getroffen wurden.

Das Projekt zur Direkten Demokratie, wie es das Bürgerbegehren zur Verhinderung des „Zentrums für Islam in Europa in München“ (ZIE-M) darstelle, werde weiter mit voller Energie und mit guten Aussichten auf Erfolg betrieben. Auch dies sei letztlich ein Projekt gegen Extremisten.

Aber Jung rief seine Partei auch dazu auf, die Selbstbeschäftigung einzustellen und sich dem politischen Gegner zu widmen. Er erinnerte daran, dass bis zur Landtagswahl nur noch 36 Monate Zeit blieben. „Wir haben schon jetzt durch den Streit um das Thesenpapier von Michael Stürzenberger mindestens einen Monat verloren. Wieviele derartige Monate wollen wir uns noch leisten?“

Im Anschluss folgte die Wahl der Delegierten. Dazu konnten sich alle Kandidaten vorstellen. Den Mitgliedern wiederum wurde Gelegenheit zur Nachfrage gegeben. Daraus entwickelten sich teils sehr interessante Debatten. Unter anderem regte eine Kandidatenrede zur Zukunft des Euro und welche Inhalte er dazu durch DIE FREIHEIT vertreten sehen möchte sehr viele Nachfragen aus. Am Ende stellten sich 21 Kandidaten zur Wahl.

Als Delegierte wird der bayerische Landesverband neben den Vorstandsmitgliedern Christian Jung, Tim Homuth und Ralf Uhlemann auch die Mitglieder Francesco Güssow nach Frankfurt zum nächsten Bundesparteitag entsenden. Aber auch Michael Stürzenberger wird als Delegierter in Frankfurt teilnehmen, nachdem er den vorletzten derzeit noch zu vergebenden Platz hierfür für sich erobern konnte.

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